SV Empor Erfurt e.V.

A-Junioren : Spielbericht Verbandsliga St.1, 15.ST

SV Empor Erfurt   SV Schott Jena
SV Empor Erfurt 5 : 0 SV Schott Jena
(0 : 0)
A-Junioren   ::   Verbandsliga St.1   ::   15.ST   ::   11.03.2018 (10:30 Uhr)

Spielstatistik

Tore

4x Christopher Dam, Philipp Zahn

Assists

Philipp Zahn, Mattis Van Hooff, Tobias Wildenauer

Gelbe Karten

Kilian Tim Otto

Zuschauer

32

Torfolge

1:0 (48.min) - Christopher Dam
2:0 (51.min) - Christopher Dam (Tobias Wildenauer)
3:0 (75.min) - Christopher Dam (Mattis Van Hooff)
4:0 (81.min) - Christopher Dam (Philipp Zahn)
5:0 (85.min) - Philipp Zahn per Weitschuss

Chris knippst die Schott-Lichter im Alleingang aus!

Am 15. Spieltag empfingen wir den SV Schott Jena in Hochheim. Nachdem über Nacht weitere 3 Stammspieler krankheitsbedingt ausfielen, konnten wir froh sein, dass unsere B-Junioren Johannes, Max und Yannik ebenso über Nacht unkompliziert (…und in allerbester Verfassung!) zur Verfügung gestellt haben. Sonst wären wir nicht mal voll geworden. Vielen Dank dafür!

Nach unserer traurigen Vorstellung letzte Woche in Neustadt/Orla bekamen wir es heute mit dem Vorjahres-Landesmeister und aktuellen Landes-/ NOFV- Hallenchampion und damit einem noch ganz anderem Kaliber zu tun.

Von Beginn an entwickelte sich ein engagiertes Spiel von beiden Teams mit einer leichten optischen Überlegenheit des Gastes. Schott nutzte seine körperlichen Vorteile gegen unsere jungen Spielern und erarbeitete sich erste Möglichkeiten. In der 10. Min. landete ein Freistoßknaller an unserer Latte, in der 14. Min. konnte Tobi einen platzierten Kopfstoß mit Glanzparade und Mattis Hilfe gerade so parieren. Nach 20 Minuten lief dann Philipp nach schöner Kombination allein auf den Schott-Keeper, spielte aber für die Fans unerklärlich, nochmal ab – der Hauch einer Chance. Nach einem Freistoß von Chris in der 34. Min., der fast unsere Führung gebracht hätte (Jan danach ans Außennetz), war dann erstmal Schluss mit unseren Offensivaktionen. Schon der unmittelbare Gegenzug brachte eine gefährlich „Flipper“ -Situation vor unserem Tor mit mehreren ungenutzten Einschussmöglichkeiten für Schott. Mittlerweile hatten wir richtig Glück…. Wichtig war aber, dass alle kämpften, sich nicht beirren ließen und weiter konzentriert zu Werke gingen. Auch das sofortige Umschalten auf Rückeroberung nach eigenem Ballverlust war heute (auffällig) selbstverständlich. Unsere 2001er Außenverteidiger Max und Denis hielten ihre deutlich älteren Gegenspieler mit hohem Engagement unter Kontrolle.

Trotzdem nahm der Druck der Gäste in Richtung Halbzeitpfiff nochmal kräftig zu. Dieser hätte gefühlt keine 5 Minuten später kommen dürfen und wurde von Empor dann auch fast als Erlösung empfunden. Mit dem Glück des Tüchtigen gingen wir einem für uns äußerst glücklichen torlosen Unentschieden in die Pause.

Wir nahmen uns vor, aus einer sicheren Defensive den einen oder anderen Konter auszuspielen und zu hoffen, dass Schott, ähnlich wie im Hinspiel in der 2. Hälfte einbrach. Hatte man sich da noch mit aktiver Unterstützung eines komplett überforderten Schieri-Teams noch zum Heimsieg hieven können, machte man heute dort weiter, wo man vor der Halbzeit aufgehört hatte. Schott übernahm das Zepter und war bemüht vor unser Tor zu kommen. Wir standen aber weitgehend sicher.

Bereits in der 48. Min. eroberte sich Chris auf halbrechts das Spielgerät, das die Schott-Abwehr nicht unter Kontrolle bringen konnte, lies 2 Gegner aussteigen und tunnelte des starken Schott-Keeper zum vollkommen überraschenden 1:0 für Empor. Nur 2 Minuten später entschärfte unser Keeper Tobi einen ungefährlichen Angriffszug von Schott und schickte in „Manuel-Neuer“-Manier mit einem präzisen Flugball den frei stehenden Chris auf die Reise, der kaltschnäuzig zum 2:0 für uns nachlegte. Damit war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Schott war nunmehr verständlicherweise mental angeschlagen, bemühte sich zwar, kam aber, trotz weiterhin optischer Überlegenheit kaum mehr so richtig gefährlich vor unser Tor.

In der 75.Min dann ein Sahnepass von Mattis auf der rechten Seite mit einer „Packing-Rate“ von „gefühlt 10“ wieder auf Chris, der mit dem 3:0 die Vorentscheidung erzwang.

In der 81. Min. ein doppelter Doppelpass im Zentrum zwischen Jan und Philipp, der zu Chris durchsteckte, welcher einfach mal von 20 m aus abzog, über den überraschten Schott-Keeper auf 4:0 erhöhte und seinen „Quatrick“ perfekt machte. Das ging wohl zu schnell für Schott….

Dass an „Tagen wie diesen“ plötzlich fast alles klappt, zeigte Philipp in der 85. mit einem Hammer von zentraler Position aus 30 m, der unhaltbar für den sich vergeblich streckenden Schott-Keeper von linken Innenpfosten auch noch seinen Weg zum 5:0 Endstand ins Tor fand.

Heute haben alle dafür gekämpft, das Unerwartete (vor allem in Hinblick auf unseren Trainings- bzw. Fitnesszustand) möglich zu machen. Vom Keeper bis zur Sturmspitze inkl. aller Einwechsler haben sich alle bis zum Umfallen eingebracht. „Man of the Match“ war heute zweifelfrei Chris, der Schott mit seinen 4 Treffern Schott im Alleingang bezwang, auch bei Chris das Kontrastprogramm zum Hinspiel in Jena. In der 2. Hälfte lag unsere Chancenverwertung bei gefühlten 100 %!

Heute kamen sich wohl alle Außenstehenden vor, wie in einem Film, in dem bisher (die diesjährige „Spaßsaison“ mal außen vor) in derartigen Spielkonstellationen bei den sehr seltenen Niederlagen der letzten 3 Spielzeiten Empor immer den Hauptdarsteller stellte. Denn wenn wir mal verloren hatten (Landespokalfinale 2017 ausgenommen), dann ging es uns jedes Mal so ähnlich, wie es wohl Schott heute gegangen sein muss. Man hatte heute schon selbst bei aller Freude über den Sieg das unterschwellige Gefühl, sich bei Schott entschuldigen zu müssen. Denn bei aller Klarheit des Ergebnisses – der Sieg war auch mit viel Glück verbunden.

Anderseits sollte dieses Spiel heute auch für uns ein Warnsignal dahingehend sein, was alles so passieren kann, wenn man seine Überlegenheit und Chancen nicht in Zählbares umwandelt.

Immerhin haben wir 6 Punkte aus den ersten 3 Auftritten der Rückrunde ausgerechnet aus den Spielen geholt, wo das eher schwieriger erschien. Den „Dreier“ in Neustadt/Orla hatten wir dagegen schon vorher auf der Habenseite verbucht – Pustekuchen…und nächste Woche wird’s nicht einfacher.

Glückwunsch Jungs!


Quelle: Thomas Zahn

Fotos vom Spiel


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