SV Empor Erfurt e.V.

B-Junioren : Spielbericht Kreisoberliga St.2, 8.ST (2015/2016)

SV Empor Erfurt   ESV Lok Erfurt
SV Empor Erfurt 2 : 0 ESV Lok Erfurt
(0 : 0)
B-Junioren   ::   Kreisoberliga St.2   ::   8.ST   ::   20.04.2016 (18:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Moritz Breithaupt, Christopher Dam

Assists

Moritz Breithaupt, MV

Gelbe Karten

Moritz Breithaupt

Zuschauer

56

Torfolge

1:0 (62.min) - Moritz Breithaupt (MV)
2:0 (66.min) - Christopher Dam (Moritz Breithaupt)

B-Jun gewinnen Top Spiel 2:0

Nachdem wir die Saison bisher verlustpunktfrei absolviert hatten, trafen wir am Mittwochabend zum Spitzenspiel in Hochheim auf den bisherigen Tabellenführer ESV Lok Erfurt. Wir mussten ohne unseren etatmäßigen Sturm (Jasper und Vini) antreten, erhielten dafür aber Unterstützung von Basti – vielen Dank dafür!

Wir hatten bisher einmal im Pokal Gelegenheit, uns mit der Lok zu messen. Dieses Spiel konnten wir problemlos mit 11:0 für uns entscheiden, auch weil der Gegner – damals auch schon Tabellenführer- versuchte, uns primär spielerisch zu begegnen. Da das nicht geklappt hatte, war uns schon damals klar, dass es beim nächsten Aufeinandertreffen wesentlich schwieriger werden würde. Und so kam es auch….

Da wir, mit einer Ausnahme, dieses Spiel ausschließlich mit Spielern des jüngeren Jahrgangs bestritten, waren wir schon mal athletisch nicht gerade im Vorteil, da die Lok überwiegend mit älteren Spielern auflief. Die taktische Ausrichtung des Gegners war von Anfang darauf ausgerichtet, unser Spiel zu zerstören und den Ball, egal wie, in unsere Hälfte zu bugsieren. Eine derartige Kompromisslosigkeit gepaart mit dem fast totalen Verzicht auf spielerische Elemente hat in Spitzenspielen eher Seltenheitswert. Aber am Ende ging es um wichtige Punkt im Kampf um den Staffelsieg und nicht um Haltungsnoten!

Mit hohem läuferischem Aufwand gelang es der Lok unseren ballführenden Spieler jeweils immer wieder mindestens zu doppeln, die Räume eng zu machen und so unseren üblichen Spielfluss teilweise zu unterbinden.
Wir erarbeiteten uns trotzdem die eine oder andere Chance. Leider wurde keine genutzt, sonst wäre das Spiel wohl ruhiger verlaufen.

Unsere Abwehr - und zwar jeder- lieferte aber eine absolut souveräne und sichere Leistung ab. Bei den überwiegend unkontrolliert vorgebolzten Bällen des Gegners war es unbedingt erforderlich, tiefer zu verteidigen als sonst, aufmerksam zu sein und vor allem keine „Flippersituation“ in Strafraumnähe zuzulassen, aus denen mal schnell plötzlich das eine oder andere Tor „passieren“ kann. Zu Chancen kam der Gegner zwar nicht, konnte das Spiel aber offen gestalten. Vor allen bei ruhenden Bällen der Lok war besondere Konzentration bei uns gefragt.

Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es in die Kabine, wo das Trainerteam die taktische Marschroute für die 2. Hälfte festlegte. Im Ergebnis der 1.Halbzeit war zu erwarten (…oder vielmehr zu hoffen), dass die Lok ihrem kraftaufwändigen Spiel Tribut zollen würde. Und siehe da: Von Beginn der 2. Hälfte an konnten wir in gewohnter Manier das Zepter übernehmen und unser Passspiel aufziehen, da die Räume nun nicht mehr so eng waren und die Lok nicht mehr so konsequent gegen den Ball spielte.

Vor allem unsere Außenverteidiger Hannes und Chris nutzten das immer wieder zu sehenswerten Vorstößen. Leider musste Philipp verletzt ausscheiden, wurde aber gut von Falk ersetzt. Aus einer weiter sicheren Abwehr heraus und mit einem Basti, der richtig Kilometer „schrubbte“, ergaben sich jetzt zunehmend mehr Möglichkeiten für uns. Nachdem wir wiedermal einige versiebt hatten (…das können wir übrigens super), traf der unermüdliche kämpfende Moritz endlich zu nunmehr auch verdienten 1:0.

Die Ironie der Situation war, dass sich dieses Tor gerade aus einer Spielsituation entwickelte, in der der Ball von uns (Mattis) auch mal rustikal, nach dem Prinzip Hoffnung in die gegnerische Hälfte geschossen wurde – eigentlich das ursprüngliche Erfolgsrezept des Gegners…! 4 Minuten später machte Chris nach einem schönen Spielzug über mehrere Stationen nach finalem Pass von Moritz den Sack mit dem 2:0 zu. Jetzt waren die Messen gesungen! Wir hatten noch mehrere Möglichkeiten, das Ergebnis klarer zu gestalten, das wäre aber sicher „des Guten zu viel gewesen“.

Als Fazit kann man sagen, dass wir uns diesen Sieg in einem wahren „Abnutzungskampf“ verdient haben. Jeder hat mit hohem Engagement gespielt und den Mitspieler unterstützt. Ausschlaggebend war vor allem, dass wir die auch in brenzligen und grenzwertigen Situationen über das gesamte Spiel Ruhe bewahrt und auf unsere Chancen gewartet haben. Am Ende wurden wir mit dem 2:0 Sieg belohnt. Die Lok in dieser Verfassung war ein wirklich guter Gegner auf Augenhöhe, worüber man in dieser Liga wirklich froh sein muss. Wir wurden richtig gefordert, haben uns aber auch dabei als Mannschaft bewährt – weiter so Jungs, so muss das sein – und bleiben!

Ein Lob geht auch an den souveränen Schiedsrichter Jan Boykov, der über die gesamte, durchaus hitzige Spielzeit kühlen Kopf und in der einen oder anderen Situation einzelne Spieler vor sich selber bewahrt hat.


Fotos vom Spiel


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