SV Empor Erfurt e.V.

B-Junioren : Spielbericht Verbandsliga St.1, 16.ST (2016/2017)

SV Empor Erfurt   ZFC Meuselwitz
SV Empor Erfurt 8 : 2 ZFC Meuselwitz
(2 : 1)
B-Junioren   ::   Verbandsliga St.1   ::   16.ST   ::   18.03.2017 (12:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

2x JG, 2x Christopher Dam, 2x Vincent Merkert, Philipp Zahn, MV

Assists

3x JG, Christopher Dam, Vincent Merkert, Philipp Zahn

Torfolge

0:1 (13.min) - ZFC Meuselwitz
1:1 (14.min) - Vincent Merkert
2:1 (22.min) - MV (Philipp Zahn)
3:1 (43.min) - JG per Kopfball (Christopher Dam)
4:1 (51.min) - JG
4:2 (53.min) - ZFC Meuselwitz per Elfmeter
5:2 (61.min) - Christopher Dam (JG)
6:2 (67.min) - Christopher Dam (JG)
7:2 (70.min) - Vincent Merkert (JG)
8:2 (76.min) - Philipp Zahn per Weitschuss (Vincent Merkert)

Die B1-Jun kommen wieder in fahrt

Am heutigen 16.Spieltag empfingen wir den Nachwuchs des Regionalligisten ZFC Meuselwitz. Das Spiel wurde witterungsbedingt auf den Kunstrasen im Borntal verlegt.

Allen Spieler war von vornherein klar, dass wir hier nur mit höchster Konzentration und Einsatz einen „Blumentopf gewinnen“ können. Dass der Tabellenstand des ZFC nicht dessen tatsächliches Potenzial wiederspiegelt, war über das ganze Spiel klar zu erkennen, auf wenn man aufgrund des Endergebnisses zu einem anderen Schluss kommen könnte.

Das Spiel begann dementsprechend verhalten. Wir ließen den Ball sicher durch unsere Reihen laufen, verschoben, schafften mit hohen Laufaufwand Anspielmöglichkeiten und warteten auf Lücken in der Meuselwitzer Defensive, die sich, bis auf  3 gute Empor-Chancen,  aber zunächst nicht auftaten.

Der ZFC, eigentlich eine spielerisch ambitionierte Mannschaft, beließ es, taktisch diszipliniert, i.W. bei unkonventionellen Befreiungsschlägen. Den ersten schön heraus gespielten Angriff des ZFC verwandelte Nick Mahler aus allerdings leicht abseitsverdächtiger Position, zum 0:1 in der 13.Min. Unsere Jungs blieben aber ruhig, drückten sofort weiter und fast im Gegenzug gelang Vini der Ausgleich zum 1:1 (14.Min.). Das war psychologisch sehr wichtig, denn jetzt waren die Uhren wieder auf „Null“ gestellt. Wir erarbeiteten uns einige Möglichkeiten. In der 23.Min. fiel dann nach einem scharf getretenen Eckball von Philipp, aus dem daraus entstandenen Gewühl vor dem ZFC-Tor das 2:1 durch ein Eigentor zur Führung für uns.

Unglücklich für die Meuselwitzer, zumal sie weit klarere Empor-Chancen mit Glück und Geschick gut verteidigten. Die ZFC-Abwehr blieb ihrer taktischen Linie treu und aufmerksam. Die meistens Torschüsse auf das Empor-Tor verzeichnete allerdings der ZFC-Keeper , bei dessen „sturmunterstützten“ Abschlägen sich Arvid kein „Nickerchen“ leisten konnte. Da war er auch hellwach, als der ZFC noch einen gefährlichen Angriff über halbrechts vortrug und er mit einer Glanzparade zur Ecke retten konnte.

Mit einen gemessen an Spiel-und Chancenanteilen nicht unverdienten, knappen Führung ging es in die Pause. Für das Trainerteam gab es nur anzumerken, weiter ruhig und konsequent weiter zu spielen. Bis dahin hatten alle eine gute Partie gemacht.

Zu Beginn der 2.Hälfte waren wir dann auch bemüht, den Spielfaden wieder aufzunehmen. Aber auch der ZFC, der sich ob des knappen Ergebnisses noch berechtigte Hoffnungen machen durfte, hier Punkte mitzunehmen, presste jetzt höher und versuchte zielstrebiger nach vorn zu spielen.

In der 42.Min. hatten wir dann (ausnahmsweise mal…) das Glück auf unserer Seite, dass uns letzte Woche dreimal in analoger Situation verwehrt blieb. Ein platzierter Schuss von der Strafraumgrenze schlug am linken Innenpfosten des Empor-Kastens ein und rollte in das rechte Toraus – das wäre der zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Ausgleich für den ZFC gewesen.

Das war sozusagen die „neuralgische Szene“ des Spiel, den jetzt wachten unsere Jungs endgültig auf. Quasi im Gegenzug erhöhte Jasper auf 3:1 (43.Min) und 8 Minuten später mit einem Kopfball, wieder nach einer Flanke von Chris auf 4:1.

Wer jetzt aber dachte, die Messen wären jetzt zugunsten von Empor gesungen, lag aber definitiv  falsch. In der 53.Min. zeigte der gute Referee auf den Elfmeterpunkt des SV Empor, nachdem nach einem Querschläger der Empor-Abwehr ohne Not in einem daraus entstanden Gemenge ein ZFC-Spieler fallen ließ. Kann man geben…! Der Eigentorschütze Colin Wiechert korrigierte dann mit einem für Arvid unhaltbaren Schuss sein Eigentor der 1.Halbzeit.

Das wollten sich unsere Jungs jetzt doch nicht bieten lassen. Wir zogen das Tempo merklich an. Dem starken Wind angepasst lief der Ball „flach“ schnell durch unsere Reihen. Besonders Jasper war „sauer“ und lief einem eigentlich hoffnungslosen Ball hinterher, den der bis dahin sehr sichere ZFC-Keeper an der Eckfahne sicher zu haben glaubte, stibitzte im das Spielgerät vom Fuß, lief auf der Grundlinie zum Tor und bediente uneigennützig Chris, der zum 5:2 einschob. Klasse Jasper, das nennt man Einsatz fürs Team!

Dieses ließ sich jetzt auch nicht lumpen und machte richtig Druck. Das 6. und 7. Tor wieder durch Chris und Vini brachten uns nun uneinholbar in Front. Aber auch der ZFC hatte noch die eine oder andere Chance, aber irgendwie heute kein Glück, bzw. eine von Mattis gut organisierte Abwehr gegen sich.

Den Schlusspunkt setzte Philipp, der sich schon das ganze Spiel (…wahrscheinlich dafür) eingeschossen hatte, mit einem unhaltbaren Volley-Dropkick von der Strafraumgrenze zum 8:2 Endstand.

Glückwunsch an die Mannschaft zum Sieg gegen einen guten Gegner. Im Vergleich zum 7:2 Sieg in Meuselwitz, wo wir noch massenhaft Chancen liegen gelassen und uns darüber geärgert haben, waren wir gegen die im Vergleich zum Hinspiel deutlich verbesserten Regionalliga-Nachwuchskicker des ZFC wesentlich fokussierter und effizienter, besonders in Sachen Chancenverwertung.

Am Ende ein sicher zu hoher Sieg und eine etwas „verkehrte Welt“ im Vergleich zum Hinspiel, aber aus unserer Sicht eine kleine Wiedergutmachung für unsere beiden „Chancentod-Festival“-Auftritte zuletzt in Südthüringen.

Nächste Woche geht’s zum Pokalhalbfinale zum SV Schott, der ebenfalls über hohes fußballerisches Potenzial verfügt. Nur wenn wir mit ähnlich guter Einstellung und einem hoffentlich bis dahin weiter gelichteten Lazarett an diese Aufgabe heran gehen, können wir uns Hoffnungen auf den Pokalfinaleinzug machen.


Fotos vom Spiel


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