SV Empor Erfurt e.V.

A-Junioren : Spielbericht Verbandsliga St.1, 4.ST (2017/2018)

SV Schott Jena   SV Empor Erfurt
SV Schott Jena 3 : 1 SV Empor Erfurt
(2 : 0)
A-Junioren   ::   Verbandsliga St.1   ::   4.ST   ::   10.09.2017 (10:30 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Christopher Dam

Gelbe Karten

JG, Philipp Zahn, MV

Torfolge

1:0 (14.min) - SV Schott Jena
2:0 (45.min) - SV Schott Jena
2:1 (70.min) - Christopher Dam
3:1 (74.min) - SV Schott Jena

Erste Punktspielniederlage

Am 4.Spieltag traten wir zum ersten Auswärtsspiel gegen Schott Jena, dem A-Junioren-Vizemeister der Vorsaison, im Ernst-Abbe-Sportfeld an. Schott hatte sich zu Saison-Beginn mit den beiden jungen Männern vom FC Königshofen, die wir letzte Saison bereits erleben durften, gut verstärkt. Unsere nicht unbeträchtliche „Lazarett-Liste“ wurde kurz vor dem Spiel noch von Hannes „verlängert“.

Schott begann dann auch wie die Feuerwehr, setzte uns mit hohem Pressing unter Druck, schaffte ein optisches Übergewicht und erarbeitete sich Möglichkeiten. Wir waren nur ab und zu durch Konter gefährlich. Jasper verzog in der 6.Min. nur knapp, aber bereits der Gegenzug brachte wieder Gefahr für Tobi.

Schott war sehr engagiert, meist einen Schritt schneller und auch spielerisch durchaus ansprechend unterwegs. In der 14. Min. traf der Schott-Sturmführer nach schöner Flanke mit platziertem Kopfball zum verdienten 1:0.

Wir kamen zu oft einen Schritt zu spät, die „Einschläge“ um unser Tor nahmen nun  zu. Man merkte den Schott-Jungs an, dass der sportliche Erfolg für sie einen deutlich höheren Stellenwert hatte. Und wir hatten wahrscheinlich noch die einfachen 3 Kantersiege der Vorsaison im Hinterkopf. Dumm nur, dass sich da heute, zumindest in der 1.Hälfte nicht nur personell ein anderes Schott-Team präsentierte. Wir spielten häufig sehr umständlich oder versuchten in unpassenden Situationen zu zaubern. Ebenso fehlte unser sonst hohes Pressing in der ersten Hälfte komplett, was es dem Gegner ermöglichte, sich die Bälle hintenherum zwar umständlich, aber ohne Gefahr zurechtzulegen.

Nach einer guten halben Stunde konnten wir uns etwas befreien. Jasper hatte in der 41.Min. den Ausgleich auf dem Fuß, verzog ab knapp am Torwinkel vorbei.

In der 45.Min. gab es dann nach einer Schwalbe, auf die der Schieri hereinfiel, einen Freistoß halbrechts vor unserem Strafraum. Der eigentlich verunglückte Schuss landete an Falks Schulter, änderte die Richtung und flog plötzlich gegen Tobi‘s Laufrichtung ins kurze Eck – doppeltes Pech.

Auch wenn das 2:0 etwas unglücklich war, waren wir mit dem Halbzeitstand noch ganz gut bedient.

Die Frage, die sich nun stellte, war, ob Schott in der Lage war, das doch sehr hohe Tempo weiter durchzuziehen. Diese Frage war ganz schnell beantwortet. Von Beginn der 2. Hälfte übernahmen wir das Zepter. Wir erarbeiteten uns Chance um Chance, schlugen aber kein Kapital daraus. Allein in der 49. Min. hatten wir in einer Situation mindestens 5 Einschussmöglichkeiten. Aber hier sah man schon, dass heute der letzte Kick irgendwie fehlte und es wohl auch nicht sein sollte. Schott kämpfte aufopferungsvoll, leider reichte das heute gegen uns…

Auch die Härte nahm seitens des Gastgebers, vom Jenaer Schieri nicht unterbunden, deutlich zu. Die Krönung war eine klare und offensichtliche Tätlichkeit mittels Ellenbogencheck gegen Lukas (…der ins Krankenhaus musste und dessen Platzwunde genäht wurde- Gute Besserung!)  im Schott-Strafraum, die weder mit einem regulär angestandenen Platzverweis noch mit Elfmeter geahndet wurde.

Wir versuchten weiter, den Schott-Riegel zu knacken. Die beste Chance hatte Philipp, der sich die Ecke aussuchen konnte (69.Min.), aber unkonzentriert verzog. Chris machte es dann eine Minute später besser und versenkte das Spielgerät platziert und unhaltbar für den guten Schott-Keeper zum 2:1 Anschluss-Treffer. Endlich, jetzt wollten wir nachlegen. Aber wir hatten die Rechnung ohne den Unparteiischen gemacht. In der 74. Min. wurde Philipp von einem der Schott-Neuzugänge geklammert (…wieder kein Freistoß!?) und verlor den Ball, der aus einer Ping-Pong-Situation plötzlich vor dem  3(!) Meter im Abseits verweilenden Schott-Stürmer landete. Alle erwarteten einen Abseitspfiff (auch weil Schott vorher sehr häufig unkontrolliert ins Abseits gerannt war…). Dieser blieb aber zum Erstaunen aller aus, stattdessen markierte der (einzig nicht staunende…) Schott-Stürmer das 3:1. Die 2. spielentscheidende Fehlentscheidung.

Jetzt waren die Messen gesungen. Wir bestimmten zwar weiter das Spiel und hatten noch ein paar Halbchancen. Schott tauchte auch immer mal wieder in der Nähe unseres Strafraumes auf. Es passierte aber nichts mehr. Am Ende stand ein alles in allem verdienter Sieg für den SV Schott, insbesondere aufgrund der sehr starken ersten Halbzeit – Glückwunsch nach Jena!

Man könnte im Nachgang trefflich darüber philosophieren, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn wir uns hier in „Normalzustand“ oder gar mit voller Kapelle präsentiert hätten. Egal, die Wahrheit lag auf dem Platz. Und da hat es heute nicht gereicht.

Ebenso wäre es nicht angemessen, das junge unerfahrene Schieri-Kollektiv für die Niederlage verantwortlich zu machen, denn bemüht haben sie sich. Und wären wir konsequenter im Abschluss gewesen und hätten wir unsere spielerischen Potenziale „auf die Erde“ gebracht, wäre dies auch mehr als zu kompensieren gewesen. Wie Lothar Matthäus schon anmerkte: „Wäre, wäre, Fahrradkette!

Also: Mund abputzen, FLEIßIG TRAINIEREN und auf den nächsten Gegner vorbereiten!


Fotos vom Spiel


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