SV Empor Erfurt e.V.

A-Junioren : Spielbericht Verbandsliga St.1, 8.ST (2017/2018)

FC Einh.Rudolstadt   SV Empor Erfurt
FC Einh.Rudolstadt 1 : 0 SV Empor Erfurt
(1 : 0)
A-Junioren   ::   Verbandsliga St.1   ::   8.ST   ::   29.10.2017 (10:30 Uhr)

Spielstatistik

Gelbe Karten

Philipp Zahn

Zuschauer

35

Torfolge

1:0 (12.min) - FC Einh.Rudolstadt per Elfmeter

Gut gespielt und trotzdem verloren!

Am 8.Spieltag waren wir zu Gast beim FC Einheit Rudolstadt. Wir mussten heute auf Goalgetter Jasper, Keeper Tobi und Max verzichten. Ein Dank an unseren 2002er Olli, der heute wieder im Tor eine fehlerfreie Leistung ablieferte. Auf dem super Kunstrasen im Rudolstädter Stadion versprach es zwischen den beiden spielstarken Teams spannend zu werden. Bei extrem stürmischem Wetter schafften es beide Mannschaften trotzdem, ein ansehnliches Spiel zu präsentieren.

Der Gastgeber begann wie das Wetter: stürmisch, engagiert und fand das richtige Rezept, uns zunächst erst einmal gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen. Während wir im Mittelfeld Fußballtennis spielten (…oder es zumindest versuchten), ließ die Einheit den Ball mit hohem läuferischen Engagement flach (= witterungsgerecht!) und sicher durch ihre Reihen gleiten. Gepaart mit der richtigen Einstellung war der Gegner gefühlt immer einen „halben Schritt“ schneller und couragierter. Empor fand, zumindest gemessen an dem, was man so vom Potenzial her als Mindeststandard erwarten darf, faktisch nicht statt. Wir hatten auch ein paarmal Glück. Olli musste zwar, wie auch im Übrigen das gesamte Spiel, keine Heldentaten im Tor vollbringen. Rudolstadt stand trotzdem mehrfach vor dem 1:0, es war nur eine Frage der Zeit.

In der 12.Min. war es dann aber soweit. Ein Rudolstädter Stürmer stürzte nach einem unabsichtlichen Kontakt mit Philipp im Strafraum. Den Elfmeter, den man durchaus geben kann, verwandelte der Rudolstädter Kaldeborn souverän zur mehr als verdienten und für uns bis dahin sogar schmeichelhaften Führung.

Der Gegner machte uns fußballerisch vor, wie ein Spiel besonders unter diesen Witterungsbedingungen gestaltet werden muss. Dabei war man auch in der Wahl der Mittel flexibel: Als ein Rudolstädter Spieler ohne Einwirkung des Gegners an der Mittellinie liegen blieb, kam es zur diesbezüglichen Offenbarung: Die Einheit spielte Ihren Angriff aus, ohne Erfolg, und als Empor seinerseits im direkten Gegenzug einen verheißungsvollen Angriff ansetzte, forderte die Gastgeberbank sofort vehement vom Schieri, das Spiel doch zu unterbrechen (...der dann auch so nett war!) – das hatte schon ein Geschmäckle…!

Bis zur 20 Min. ging das Spiel so weiter, dann hatte die Einheit wohl ihre Körner der Anfangsoffensive verschossen. Denn jetzt begannen wir, quasi aus heiteren Himmel, die Initiative und  das Spiel zu übernehmen. Dem ersten gefährlichen Torschuss von Chris in der (…sage und schreibe) 23.Min. entschärfte der heute  in Bestform agierende Rudolstädter Torhüter Heller. Wir schafften ein deutliches spielerisches Überwicht,  ließen Ball und Gegner laufen und erarbeiteten uns einige sehr gute Möglichkeiten (allein 3x Vince), die aber nichts einbrachten.

Mit einer nicht unverdienten Gastgeberführung ging es in die Kabinen. Wir übernahmen in der 2.Hälfte sofort wieder die Initiative. Rudolstadt versuchte tief stehend aus einer gut organisierten Abwehr, dem „Prunkstück“ des Gastgebers, über Konter, die sich bietenden Räume zu nutzen und das 2:0 nachzulegen.

Bei Empor das alte Lied: Bis zum Strafraum wird der Gegner schwindlig gespielt. Im Abschluss sind wir dann zu ungenau, zu verspielt und zu  unkonzentriert. Ansonsten scheiterten wir mehrfach in aussichtsreicher Situation am glänzend agierenden Keeper des Gastgebers. Dieser ist wohl mutmaßlich „gefühlt“ fast allein verantwortlich dafür, dass sich hier die gemessen an Gegentoren wohl beste Abwehr der Liga präsentierte. Denn Einschussmöglichkeiten musste der Gastgeber heute genügend zulassen. Dem geneigten Leser sei es an dieser Stelle erspart, mit einer Chronologie unseres „Versagens“ (vor dem Tor!) konfrontiert zu werden.

Und wenn du kein Glück hast, kommt auch meistens noch Pech dazu: Nach einer präzisen Flanke von halblinks durch Jan schraubte sich der inzwischen eingewechselte Vini zum Kopfball hoch und trifft über den bereits geschlagenen Heller die Lattenunterkante, von wo aus der Ball auf die Linie flog und statt ins Tor von dort immerhin noch Philipp vor die Füße, der aber die „anfliegende Wand“ aus 2 Rudolstädter Abwehrspielern und dem Keeper aus spitzen Winkel nicht mehr überwinden konnte.

Diese Szene war zu einen ein Beleg dafür, dass es heute einfach nicht sein sollte und zum anderen auch symptomatisch für den Spielverlauf, zumindest über die „letzten 70 Minuten“.

Andererseits war die Einheit auch mit Kontern in der 2.Hälfte nicht ungefährlich. Die sich mit voranschreitender Spielzeit wegen des Spielstands zunehmend ergebenden Freiräume versuchte Rudolstadt mehrfach für die Vorentscheidung zu nutzen, nahm sich aber in puncto Chancenverwertung dankenswerterweise bei uns eine Anleihe.

Und so kam es, wie es kommen musste, dass wir uns trotz unseres über weite Strecken guten und überwiegend dominanten Spiels nicht belohnt haben. Der Gastgeber brachte den knappen Vorsprung mit aufopferungsvollen Kampf letztendlich glücklich über die Zeit. Ausschlaggebender Faktor dafür war am Ende jedoch zweifelsfrei unser Unvermögen vor dem gegnerischen Tor – der „Rote Faden“ der Saison – bisher…

Das Spiel heute hatte leider viele Parallelen zu unserem Auftritt bei Schott. Mal abgesehen von dem jeweils mit auffälligen Lokalcolorit agierenden Schieri’s, die mit ihren „Entscheidungen“ des jeweiligen Spielverlauf zwar sicher auch ergebnisrelevant beeinflusst haben, aber nicht für unsere Niederlagen verantwortlich gemacht werden können (das wäre zu billig) ist es doch einigermaßen ernüchternd, dass wir uns von Gegnern, die primär über athletische und kämpferische Qualitäten verfügen, jeweils den Schneid haben abkaufen lassen und, trotz überwiegend spielerischer Überlegenheit, durch unsere katastrophale Chancenverwertung noch mithalfen, uns selbst zu schlagen.

Vor dem Tor müssen wir ruhiger werden. Und das können wir auch: Denn allein die Tatsache, dass wir uns bisher gegen jeden Gegner genügend Chancen erarbeiten konnten, sollte jedem in der „letzten Aktion“ die Sicherheit geben, diese mal konzentriert zu Ende zu spielen- denn es kommen ja schließlich noch mehr Möglichkeiten…! (:-)) Gerade bei der Qualität unserer nächsten beiden Gegner, wäre dies durchaus hilfreich, zumal wir hier wieder mit unserer jungen Truppe als Außenseiter auftreten.

Ein unentschieden wäre heute ein gerechtes Ergebnis gewesen, leider ist aber der Fußball kein Wunschkonzert. Der Glückwunsch zum Sieg geht an Rudolstadt! Aber auch wir brauchen den Kopf nicht hängen lassen, denn wir haben alle ein gutes Spiel abgeliefert.


Quelle: Thomas Zahn

Fotos vom Spiel


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